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Tourismus in Deutschland


Deutschland ist nicht nur als Industrie-und Handelsnation bekannt, sondern erfreut sich auch immer mehr als beliebtes Reiseziel. Millionenstädte wie Berlin, Hamburg, Köln und München besitzen ihren eigenen Charme und sind somit beliebte Ziele von Reisenden aus aller Welt.

Aber auch die regionalen Unterschiede, wie die Küsten und Inseln der Nord- und Ostsee, die hohen Berge und Seen in den Alpen, zahlreiche Mittelgebirge oder die Mecklenburger Seen-Platte, bieten vielfältige Erholungsmöglichkeiten oder Gelegenheiten, um sportliche Aktivitäten auszuüben. Spitzenreiter nach Übernachtungen ist dabei das Bundesland Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg.

Zahlreiche Feste, wie das Oktoberfest in München, große Sport-, Kultur- und Musikveranstaltungen sowie Messen und Kongresse locken zudem jährlich Millionen von Besuchern ins Land. Auch der Klimawandel mit immer wärmeren Temperaturen ist mit entscheidend dafür, dass immer mehr Urlauber Ferien im eigenen Land an den Küsten oder in den Bergen verbringen, vor allem in der Sommerzeit.

Eine sehr gute Infrastruktur, Beherbergungsmöglichkeiten für alle Budgets, politische Stabilität und kaum Streiks sind dabei von Vorteil.

Auch als Wirtschaftsfaktor spielt der Fremdenverkehr in Deutschland eine tragende Rolle. Circa 290 Milliarden Euro haben in- und ausländische Besucher im Jahr 2015 für Dienstleistungen und Produkte ausgegeben, was einem Anteil von vier Prozent an der Bruttowertschöpfung entspricht. Knapp 80 Prozent der Ausgeben entfallen dabei auf inländische Touristen.

Direkt im Tourismus sind etwa drei Millionen Menschen beschäftigt. Weitere etwa 1,2 Millionen Menschen arbeiten indirekt für den Fremdenverkehr, zum Beispiel an Flughäfen, auf dem Bau, im Handwerk oder in der Lebensmittelbranche.

Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. So spüren seit einigen Jahren vor allem die Skiregionen in den Mittelgebirgen aber auch in den Alpen den Klimawandel. Bis auf wenige Ausnahme-Jahre liegt wenig oder kein Schnee, da die Temperaturen zu hoch sind oder es zu trocken ist. Aber auch der Massentourismus in den Städten mit Low-Budget-Gästen, begünstigt durch Dumpingpreise bei Fluggesellschaften, ist nicht nur ein wirtschaftlicher Segen, sondern für die einheimische Bevölkerung auch ein Fluch.